Address To A Toothake

Ins Deutsche übertragen von Bernd Horlbeck, 2011

Ansprache an einen Zahnschmerz

.

Mein Fluch – diesem boshaften Stich,

der sich marternd durchs Zahnfleisch bricht,

um sich reißend zu ergießen, ins Ohr hinein,

in nagendem Gewaltenakt,

an meinen Nerven zerrend in bitterer Pein,

nach quälendem Maschinentakt.

***

Der Speichel netzt des Bartes Rand,

den Hocker knall ich an die Wand,

um’s Feuer gackern Bub und Madel,

seh’n mich herumspringen in wildem Marsch,

so wünschte ich, rasend werdend, eine Nadel

in ihren verdammten Arsch!

***

Wenn Schüttelfrost und Fieber droh’n uns zu ersticken,

das Rheuma nagt oder Koliken drücken,

so wird des Nächsten Mitleid uns bereiten,

ein Bett als teilnahmsvollem Lohn.

Doch Du, Du Hölle aller Leiden,

Machst unser Stöhnen nur zum Hohn.

***

All die zahllosen menschlichen Leiden

Missernten, Pannen und andere Pleiten,

Freunde, begraben in kalter Erde,

ein, Anblick, den trauriger man nicht weiß!

Der Gauner Tricks, der Dümmlichen Herde,

Du erträgst den grausamen Preis.

***

Welchen Platz auch immer die Gefilde der Hölle erfüllen,

Wo auch immer die Misstöne des Elends schrillen,

und all die Plagen ihre grausige Ernte halten,

in unaufhaltsamem Lauf,

Du, Zahnschmerz, setzt diesen üblen Gewalten,

die gottverdammte Krone auf.

***

Oh, Du König der unheilvollen Gesellen,

der Du die Noten des Missklangs lässt gellen,

dass der Mensch in grausigem Tanze,

knöcheltief im Blute sich dreht,

gib allen Feinden von Schottlands Glanze

einen Zahnschmerz, der ein Jahr nicht vergeht!

***

 

Mein Fluch – diesem boshaften Stich,

der sich marternd durchs Zahnfleisch bricht,

um sich reißend zu ergießen, ins Ohr hinein,

in nagendem Gewaltenakt,

an meinen Nerven zerrend in bitterer Pein,

nach quälendem Maschinentakt.

Der Speichel netzt des Bartes Rand,

den Hocker knall ich an die Wand,

um’s Feuer gackern Bub und Madel,

seh’n mich herumspringen in wildem Marsch,

so wünschte ich, rasend werdend, eine Nadel

in ihren verdammten Arsch!

Wenn Schüttelfrost und Fieber droh’n uns zu ersticken,

das Rheuma nagt oder Koliken drücken,

so wird des Nächsten Mitleid uns bereiten,

ein Bett als teilnahmsvollem Lohn.

Doch Du, Du Hölle aller Leiden,

Machst unser Stöhnen nur zum Hohn.

All die zahllosen menschlichen Leiden

Missernten, Pannen und andere Pleiten,

Freunde, begraben in kalter Erde,

ein, Anblick, den trauriger man nicht weiß!

Der Gauner Tricks, der Dümmlichen Herde,

Du erträgst den grausamen Preis.

Welchen Platz auch immer die Gefilde der Hölle erfüllen,

Wo auch immer die Misstöne des Elends schrillen,

und all die Plagen ihre grausige Ernte halten,

in unaufhaltsamem Lauf,

Du, Zahnschmerz, setzt diesen üblen Gewalten,

die gottverdammte Krone auf.

Oh, Du König der unheilvollen Gesellen,

der Du die Noten des Missklangs lässt gellen,

dass der Mensch in grausigem Tanze,

knöcheltief im Blute sich dreht,

gib allen Feinden von Schottlands Glanze

einen Zahnschmerz, der ein Jahr nicht vergeht!